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Bauen mit Bambus
Diplom-Ingenieur Christoph Tönges
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Dachdetail

Aufgrund der Hohlkörperstruktur von Bambus lassen sich die Verbindungsmöglichkeiten von herkömmlichen Bauholz nur teilweise übertragen.

Dank moderner Verbindungstechniken ist es heutzutage möglich, Bambus als natürlich gewachsenes Rohr so zu verwenden, wie es bislang industriell vorgefertigten Baustoffen vorbehalten war.

 (58) Dachuntersicht eines Kiosks
 
Moderne Verbindungstechniken

conbam

Bambusrohre, die mit der conbam-Verbindung veredelt wurden, ermöglichen die schnelle und einfache Fertigung von Konstruktionen, wie sie im Stahlbau längst bewährt sind.
Das konisch verjüngte Rohrende führt zu kleinen, eleganten Knotenpunkten.
Erfahren Sie mehr über die conbam-Verbindungstechnik und die Entwicklungsarbeit, schauen Sie sich einige Entwürfe und aktuelle Projekte an.

BambooDome, Christoph Tönges
 (213) BambooDome, Christoph Tönges
 
Anschluß Stütze/Dachbinder mittels Bolzen Verbolzen

Sind die zu erwartenden Kräfte nicht allzu groß, so reicht es aus, die Bambusrohre zu verschrauben.
Als Bolzen haben sich Gewindestangen und Muttern bewährt, da diese sich leicht auf entsprechende Längen zuschneiden lassen.

 (59) Anschluß Stütze/Dachbinder mittels Bolzen
 
Verbolzen mit Stahllaschen

Sollen Zugkräfte übertragen werden, so können von Außen angeschraubte Stahllaschen diese Funktion übernehmen und die enorme Zugfestigkeit von Bambus ausnutzen, die Hohlkörper werden nachträglich mit Beton vergossen. Eine Verbindungsmöglichkeit, die von Simón Vélez häufig benutzt wird und anläßlich des Baus des ZERI Pavillons auf der EXPO 2000 in Hannover an der FMPA-Stuttgart hinreichend untersucht wurde.

Mehr zur Konstruktionsweise dieser Verbindung!

Verbolzen mit Stahllaschen
 (60) Verbolzen mit Stahllaschen
 
Fischmaul Fischmaul

Trifft ein Guaduastab rechtwinklig auf einen anderen, so gewährleistet ein Fischmaul einen kraftschlüssigen Anschluß.
Zur Herstellung sind sowohl Stemmeisen als auch Topfbohrer geeignet. Mit dem Topfbohrer läßt sich das Fischmaul schnell und sauber herstellen, es ist aber auch die teurere Lösung.

 (61) Fischmaul
 
Querriegel

Zum Anschluß eines Kopfbandes an eine Stütze wird meist ein Querriegel, der mit den Pfosten verbolzt ist, verwendet. Sollte der Querriegel sich nicht zwischen zwei Pfosten befinden, so ist es wichtig, ihn zu unterstützen (Knaggenanschluß), um ein Verdrehen zu verhindern.
Sind die zu übertragenden Kräfte sehr hoch, so verhindert das Füllen des Querriegels mit Beton sein Zerdrücken.

Negativbeispiel Positivbeispiel
 (62) Negativbeispiel  (63) Positivbeispiel
 
Stütze mit Knaggenanschlüssen Knaggenanschluß

Die anzuschließenden Elemente übertragen ihre Kraft über eine unterstützende Knagge, welche mit dem Pfosten verbolzt ist.
Die Knagge wird bei der Stütze links zum Pfosten - die Addition der Kräfte läßt sich am Tragwerk also ablesen.

 (64) Stütze mit Knaggenanschlüssen
 
Stirnversatz

Auf die Knagge kann eventuell verzichtet werden, wenn man einen zimmermannmäßigen Stirnversatz herstellt, welcher einen kraftschlüssigen Anschluß erzeugt. Das Vorholz sollte mindestens zwei Knoten enthalten. Ein Bolzen sorgt für die Lagesicherheit und verringert die Scherbeanspruchung des Vorholz.

Verbindung mit Stirnversatz
 (65) Verbindung mit Stirnversatz
 
Eingespannte Stütze Lage der Bewehrung Eingespannte Stütze,
vier oder mehr Pfosten


Mindestens vier Pfosten einer Stütze lassen sich in ein Fundament einspannen, wenn Anschlußeisen des Fundaments mit Bolzen der Stütze verbunden und einbetoniert werden.
Ergebnis ist eine biegesteife Verbindung.

 (66) Eingespannte Stütze  (67) Lage der Bewehrung
 
Eingespannte Stütze, ein Pfosten

Ein einzelner Pfosten läßt sich durch ein mittig einbetoniertes Stahlrohr ebenso biegesteif anschließen.
Die Betoninjektion wird durch ein Loch im Guadua oberhalb des Stahlrohres durchgeführt.

Einzel-Einspannung Stahlrohr
 (68) Einzel-Einspannung  (69) Stahlrohr
 
Gelenkiger Stützenanschluß Einfüllen des Betons Gelenkiger Stützenanschluß

Ein mittig einbetonierter Stabstahl erzeugt einen gelenkigen Anschluß.
Der Beton kann je nach Bauablauf zuvor eingefüllt oder nachträglich injiziert werden.

 (70) Gelenkiger Stützenanschluß  (71) Einfüllen des Betons
 

Benutzt man eine Plastikflasche zum Einschalen des Stützenfußes, so hebt man die Stütze aus der spritzwassergefährdeten Zone.
Nachteil ist, dass die Betonüberdeckung sehr gering ist und dadurch die Gefahr des Durchrostens des Stabstahls besteht.

Flaschenschalung
 (72) Flaschenschalung
 
Quellenverzeichnis
Links

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Autor und Copyright:  CONBAM
erstellt am: 28.02.2002 ------------- zuletzt geändert am: 23.07.2005